Zertifizierung zu Ende gedacht.

Leistungen · Auditierungskonzepte

Auditierung von Versorgungseinheiten im Gesundheitswesen

Eine systematische Kompetenzbestimmung schafft Klarheit über die tatsächlichen Fähigkeiten medizinischer und pflegerischer Einheiten. Von der Fachabteilung über Funktionsbereiche wie OP und Intensivstation bis hin zu interdisziplinären Zentren bewertet die Auditierung fachliche, organisatorische und infrastrukturelle Strukturen sowie bestehende Prozesse objektiv.

Das Ergebnis ist ein fundiertes Kompetenzprofil, das Stärken aufzeigt und konkrete Handlungserfordernisse offenlegt.

Deming-Kreis (PDCA)

Der Audit-Prozess

Der Ablauf orientiert sich am klassischen Deming-Kreis und gliedert sich in vier Phasen.

  1. 1

    Vorbereitung & Planung

    Ein interdisziplinäres Team aus Fachexperten, Qualitätsmanagement und Pflege bestimmt die Prüffelder. Vorab füllt die jeweilige Einheit eine Selbstbewertung aus und stellt relevante Dokumente wie SOPs und Fortbildungsnachweise bereit.

  2. 2

    Durchführung vor Ort oder hybrid

    Nach einem Eröffnungsgespräch prüfen die Auditoren Stichproben aus Patientenakten, Dienstpläne sowie Gerätelogbücher. Begehungen der Räumlichkeiten, Beobachtungen des Arbeitsalltags und Interviews mit Mitarbeitern sowie Patienten ergänzen die Erhebung. Eine erste mündliche Rückmeldung schließt diese Phase ab.

  3. 3

    Auswertung & Reporting

    Der Ist-Zustand wird mit dem Soll-Profil verglichen. Der abschließende Audit-Bericht dokumentiert Feststellungen, Abweichungen und Potenziale präzise und ordnet die Einheit in eine entsprechende Kompetenzstufe ein.

  4. 4

    Nachbereitung & Weiterentwicklung

    Die auditierten Einheiten erarbeiten verbindliche Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen mit klaren Fristen. Bei gravierenden Mängeln überprüft ein Re-Audit deren wirksame Umsetzung.

Sechs Dimensionen

Kriterien der Bewertung

01

Fachlich-personelle Kompetenz

Personalschlüssel, Facharzt- und Fachpflegequoten sowie kontinuierliche Fortbildungen.

02

Prozedurale & klinische Kompetenz

Fallzahlen, leitliniengerechte Versorgung, Komplikationsraten und spezifische Qualitätsindikatoren.

03

Infrastruktur & Ausstattung

Medizintechnische Ausrüstung, Notfall- und Intensivkapazitäten sowie die IT-Landschaft.

04

Schnittstellen & Interdisziplinarität

Zusammenarbeit mit Labor oder Radiologie, Übernahme-SOPs, Tumorkonferenzen und Entlassmanagement.

05

Patienten- & Sicherheitskultur

Nutzung von Fehlermeldesystemen (CIRS), Hygiene-Audits und Ergebnisse aus Patientenbefragungen.

06

Organisation & Governance

Aktualität der Standards, Notfallpläne und die Steuerung über Kennzahlen.

Fünf Stufen

Reifegradmodell

Die Einstufung erfolgt transparent über ein fünfstufiges Modell.

Stufe 1

Initial

Basisversorgung mit unstrukturierten, personenabhängigen Abläufen.

Stufe 2

Geführt

Grundlegende Standards sichern die Versorgung von Standardfällen.

Stufe 3

Definiert

Hohe Standardisierung und verlässliche interdisziplinäre Vernetzung.

Stufe 4

Gesteuert

Ausgewiesene Fachexpertise für komplexe Krankheitsbilder, gestützt auf systematische Qualitätsmessung.

Stufe 5

Spitzenkompetenz

Exzellenzzentrum mit aktiver Forschung, Innovationen und Vorbildfunktion.